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15.11.2011



Das KMF auf dem dritten Weltgesundheitsgipfel in Berlin

Von Dr. med. Timo Ulrichs, Leiter der Tuberkulosesektion des KMF

Das Koch-Metschnikow-Forum hat zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans Frontières, MSF) ein Tuberkulosesymposium im Rahmen des dritten World Health Summit im Oktober 2011 in Berlin veranstaltet. Schwerpunkt des Symposiums mit dem Titel "Four years after the Berlin Declaration on Tuberculosis – lessons learnt and future challenges" war die Evaluation der Umsetzungen der Selbstverpflichtungen der Berliner Deklaration zur Tuberkulose.

Im Oktober 2007 versammelten sich auf Einladung des BMG und der WHO-Euro die Gesundheitsminister der WHO-Euro-Region in Berlin, um die besorgniserregende Entwicklung der Tuberkulosezahlen in ihrer Region zu diskutieren. Am Ende der Beratungen wurde die Berliner Deklaration verabschiedet, ein Dokument, das angesichts der dramatischen Entwicklung der Tuberkulose, insbesondere hinsichtlich der Medikamentenresistenzen und der Vergesellschaftung mit HIV/AIDS, zum sofortigen Handeln aufruft und auch weitgehende Selbstverpflichtung der Hoch- und Niedrigprävalenzländer aufruft (www.euro.who.int/en/who-we-are/policy-documents/berlin-declaration-on-tuberculosis).

Am Ende der Deklaration wurde festgelegt, die Fortschritte in der Tuberkulosekontrolle und damit die Erfüllung der Inhalte der Berliner Deklaration alle zwei Jahre zu evaluieren.  Unter Beteiligung des KMF und finanziert durch das BMG fand daher auf dem ersten World Health Summit 2009 ein Tuberkulosesymposium mit dem Schwerpunkt Koinfektionen von HIV/AIDS und Tuberkulose statt (www.worldhealthsummit.org/fileadmin/downloads/Dokumente_Download/WHS 2010 Book of Proceedings.pdf).

Während des diesjährigen Symposiums ging es um die Fortschritte der Maßnahmen zur TB- Bekämpfung im Sinne der Berliner Deklaration zur Tuberkulose. Der Schwerpunkt lag auf gesundheitspolitischen und Public-Health-Maßnahmen. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer über die Zusammenarbeit der Partnerländer untereinander. Auch Finanzierungs- und Organisationsfragen der Tuberkulosekontrolle sowie von Public-Private-Partnerships wurden erörtert.

An der Veranstaltung nahmen unter anderem teil:

  • Hans Kluge, WHO-Euro Office, Kopenhagen
  • Dermot Maher, The Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria (GFATM)
  • Christopher Cooper, TB Alliance
  • Sabine Rüsch-Gerdes, Supranationales Referenzzentrum für Mykobateriendiagnostik, Borstel, Deutschland
  • Philip Du Cros, Médecins sans Frontières, London, United Kingdom
  • Valeriu Crudu, Institute for Phthisiopulmonology, Chisinau, Republik Moldau
  • Lamara Vashakidze, National Tuberculosis Institute, Tbilisi, Georgien
  • George Kosmiadi, Central Tuberculosis Research Institute, Moskau, Russische Föderation
  • David Hain, Hain Lifesciences, Stuttgart, Deutschland

 

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