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15.11.2011



Die KMF Jahresveranstaltung in Voronezh

3 Fragen an MinRat Ortwin Schulte, Referatsleiter Grundsatzfragen der Europäischen und Internationalen Gesundheitspolitik (Z31) im Bundesgesundheitsministerium


KMF: Die Jahreskonferenz des KMF in Voronezh wird eine Konferenz der Jubliäen sein, insbesondere die deutsch-russische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tuberkuloseforschung und -kontrolle jährt sich zum zehnten Mal und ist Anlass zum Feiern. Wie trägt das BMG zu diesem feierlichen Anlass bei?

Schulte: Durch eine finanzielle Zuwendung ermöglicht BMG die Durchführung der 10. Koch-Metschnikow-Konferenz, die diesmal in Voronezh an der Burdenko-Akademie stattfinden wird. Damit wird ein klares Signal an die russische Seite gegeben, bilaterale dt.-russ. Projekte im Bereich Biomedizin und Gesundheit ausdrücklich auch im Bereich Lehre und Ausbildung sowie in der Nachwuchsförderung voranzubringen. Dies wird seitens BMG auch bei der Eröffnung der Konferenz deutlich gemacht werden. Wir freuen uns, dass die russische Seite einen angemessenen Eigenanteil übernommen hat.

KMF: Stichwort voneinander lernen: Was kann die deutsche von der russischen Seite auf dem Gebiet der TB-Forschung und -Kontrolle lernen?

Ein weiteres Jubiläum, das in Voronezh gewürdigt werden soll, ist die zehnjährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tuberkuloseforschung zwischen deutschen und russischen Institutionen. Aus dieser Zusammenarbeit erwuchs in den ersten Jahren das Koch-Metschnikow-Forum als übergreifende Institution, und es war in dessen Selbstverständnis immer klar, dass der Wissensaustausch und die Zusammenarbeit in der Forschung keine Einbahnstraße sein sollten. Deshalb lernen unsere deutschen Wissenschaftler von ihren russischen Kollegen und umgekehrt. Ersteres betrifft v.a. die Organisation und Durchführung von Tuberkulosekontrollmechanismen für 142 Millionen Menschen sowie die Erfahrungen in der Umstrukturierung der Kontrollinstitutionen im Rahmen des Umbaus des russischen Gesundheitswesens. Letzteres betrifft die Implementierung epidemiologischer und gesundheitsstruktureller Kontrollmechanismen, mit denen die deutsche Seite gute Erfahrungen in der Tuberkulosekontrolle gemacht hat.

KMF: Die Konferenz findet im Rahmen des deutsch-russischen Jahres der Wissenschaft, Bildung und Innovation statt. Was erhofft sich die deutsche Regierung von der Jahreskonferenz des KMF?

Wie auch die von Koch-Metschnikow-Forum und Leopoldina in Novosibirsk im Juni gemeinsam mit ihren russischen Kollegen von der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften durchgeführte Konferenz zur Infektionsforschung wird auch die 10. KMF-Konferenz in Voronezh im November einen Meilenstein in der deutsch-russischen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und in der Biomedizin darstellen. Dabei kommt zum Ausdruck, dass in kaum einem anderen Gebiet die dt.-russ. Zusammenarbeit so gut funktioniert wie im Gesundheitswesen. Dies zeigt ja auch das deutsch-russische Gesundheitsabkommen vom 15. Juli 2010, in dessen Geist beide Veranstaltungen stehen.

23.-25.10.2017, St. Petersburg: VI. Kongress des Russischen Nationalen Verbandes für Lungenheilkunde


23.-27.10.2017, Jena: Besuch einer Delegation aus Wladimir des Universitätskliniums Jena (UKJ) mit dem Ziel, eine Kooperation zum Fach- und Schüleraustausch zwischen dem UKJ und der Wladimirer Medizinischen Fachschule zu starten