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23.03.2017



KMF-Pressemitteilung zum 11th Scientific Symposium on the occasion of World TB Day 2017

Multidrug Resistant Tuberculosis in Eastern Europe –
Political and practical aspects of TB control


Am 24. März 2017 jährt sich zum 135. Mal der Vortrag von Robert Koch „Ueber Tuberculose“, in dem er die Identifikation des bakteriellen Erregers der Tuberkulose, Mycobacterium tuberculosis, verkündete. Die WHO hat den 24. März zum Welttuberkulosetag ausgerufen, um darauf hinzuweisen, dass auch mehr als 100 Jahre nach Kochs Entdeckung die Tuberkulose neben Malaria und HIV/AIDS zu den drei großen Killerkrankheiten gehört.

2007 hat das Koch-Metschnikow-Forum, eine Nichtregierungsorganisation zur Förderung wissenschaftlicher Partnerschaften zwischen Deutschland und Osteuropa auf den Gebieten Biomedizin und Public health (www.koch-metschnikow-forum.de), zum ersten Mal ein wissenschaftliches Symposium zum Welttuberkulosetag ausgerichtet. Es sollte der Vorbereitung eines Gesundheitsministerforums zur Tuberkulose im Oktober 2007 dienen, auf dem die Berliner Erklärung zur Tuberkulose der 53 Mitgliedstaaten der WHO-Euro-Region verabschiedet wurde. Seitdem wurden jedes Jahr Symposien in Berlin organisiert, immer mit einem anderen wissenschaftlichen Schwerpunkt.

2017 organisieren KMF und die Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften (www.akkon-hochschule.de) das 11. Tuberkulosesymposium zusammen mit dem Global TB Caucus, einer weltweiten Vereinigung von Parlamentariern zur Bekämpfung der Tuberkulose (www.globaltbcaucus.org), diesmal zur Vorbereitung des G20-Gipfels, der 2017 unter deutscher Präsidentschaft stattfinden wird.
Auch 2017 stellt die Tuberkulose ein globales Gesundheitsproblem dar. Ihre wirksame Bekämpfung wird durch die Koinfektion mit HIV/AIDS sowie die stetig wachsenden Resistenzen von M. tuberculosis gegen Antituberkulotika erschwert. Deshalb ist es wichtig, die multiresistente Tuberkulose als Teil des globalen Problems der Antibiotikaresistenzen zu betrachten und zu behandeln. Die Parlamentarier des Global TB Caucus werden auf dem 11. Symposium ein Dokument verabschieden, in dem sie die Regierungen der G20-Länder auffordern, verstärkt gegen die multiresistente Tuberkulose vorzugehen.

KMF und die Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften zusammen mit ihren osteuropäischen Kooperationspartnern in Russland, Weißrussland, Ukraine, Georgien und Moldawien unterstützen diese Initiative und tragen durch ihre vielfältigen deutsch-osteuropäischen Kooperationsprojekte in Forschung, Lehre und Ausbildung sowie Austauschprogrammen dazu bei, die Tuberkulosekontrolle in der WHO-Euro-Region wirksam zu fördern.

Gelingt es nicht, die multiresistente Tuberkulose in den nächsten Jahren in den Griff zu bekommen, werden uns auch die letzten noch wirksamen Medikamente nicht mehr helfen, und wir werden in die präantibiotische Ära zurückversetzt werden, in der die Tuberkulose nur mit Sonnenlicht und frischer Luft behandelt werden konnte.

Das 11. Symposium zum Welttuberkulosetag findet am 21. und 22. März 2017 im Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 59, 10117 Berlin, statt. Anmeldung und weitere Informationen unter www-koch-metschnikow-forum.de.

Für Rückfragen steht gerne zur Verfügung:
Prof. Dr. med. Dr. PH Timo Ulrichs, Vizepräsident des KMF und Studiengangsleiter an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften. timo.ulrichs@akkon-hochschule.de
+49-160-92552537

4.-7.10.2017, Vilnius: Zweites Gipfeltreffen m.S. Übertragbare Erkrankungen


23.-27.10.2017, Jena: Besuch einer Delegation aus Wladimir des Universitätskliniums Jena (UKJ) mit dem Ziel, eine Kooperation zum Fach- und Schüleraustausch zwischen dem UKJ und der Wladimirer Medizinischen Fachschule zu starten