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(Berlin) Ukraine-Krise, Krim-Krise und die Befürchtungen eines neuen Kalten Krieges beherrschen die Schlagzeilen. Dabei wird über der politischen Krise eine chronische, gesundheitlich-soziale Krise übersehen, die keine menschengemachten Grenzen kennt, aber unsere gemeinsame Aufmerksamkeit erfordert.

Die Tuberkulose ist in der WHO-Euro-Region (diese umfasst 53 Staaten und reicht von Island und Portugal im Westen bis Kamtschatka im Osten und schließt auch den Südkaukasus und Zentralasien ein) eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme überhaupt: Die Zahlen steigen und mit ihnen auch der Anteil multiresistenter Fälle, bei denen die meisten Tuberkulosemedikamente versagen. Hinzu kommt in den letzten Jahren noch ein teilweise dramatischer Anstieg der Durchseuchung der Bevölkerung mit HIV. Treffen beide Infektionskrankheiten aufeinander, multiresistente Tuberkulose und die Immunschwächekrankheit HIV/AIDS, begünstigen sie sich gegenseitig: Es kommt vermehrt zu Krankheitsausbrüchen, und die Verläufe sind schneller und dramatischer. Diese Entwicklung betrifft viele Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion gleichermaßen: die Ukraine und Russland, aber auch kleinere Länder wie Moldawien oder Georgien.

 

Das Koch-Metschnikow-Forum (www.koch-metschnikow-forum.de) hat deshalb die HIV-Tuberkulose-Koinfektionen zum wissenschaftlichen Schwerpunktthema ihres 8. Symposiums zum Welttuberkulosetag gewählt. Experten aus zehn verschiedenen Ländern werden sich am 20. und 21. März in Berlin versammeln, um über wissenschaftliche Partnerprojekte, public-health-basierte Bekämpfungsprogramme und Austauschprogramme von Wissenschaftlern und Studierenden zu beraten. Langjährige Kooperationspartner des Koch-Metschnikow-Forums aus Russland, Moldawien und Georgien werden ebenso zugegen sein wie Repräsentanten von WHO und den drei supranationalen Organisationen zur TB-Bekämpfung, FIND (Diagnostik), TB-Alliance (Therapie) und AERAS (Impfstoffentwicklung).

 

Das erste Symposium zum Welttuberkulosetag wurde vom Koch-Metschnikow-Forum im März 2007 organisiert anlässlich des 125. Jahrestages des berühmten Vortrages von Robert Koch über die Tuberkulose. Gleichzeitig diente das Symposium damals der inhaltlichen Vorbereitung eines Ministerforums im Herbst 2007, auf dem die Berliner Deklaration zur Tuberkulose verabschiedet wurde, die weitreichende Selbstverpflichtungen der 53 Mitglieder der WHO-Euro-Region enthält (http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0011/68186/E90833G.pdf).

 

Die gemeinsame, sachbezogene Arbeit zur wirksamen Bekämpfung von Tuberkulose und HIV/AIDS kann und darf sich von politischen Krisen nicht beirren lassen!

 

Über die Ergebnisse des 8. Tuberkulosesymposiums wird den Regierungen der Partnerländer berichtet werden. Die Ergebnisse werden außerdem auf dem 6. World Health Summit im Oktober 2014 in Berlin vorgestellt werden.

 

Achtes Wissenschaftliches Symposium zum Welttuberkulosetag 2014

Berlin, 20. und 21. März 2014 (in englischer Sprache, teilweise mit russischer Übersetzung)

 

 

Ort:

Langenbeck-Virchow-Haus

Luisenstr. 59

10117 Berlin

 

Anmeldung:

Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten:

Sven Stabroth, stabroth@kmforum.eu

 

 

Weitere Auskünfte:

 

Prof. Dr. med. Dr. PH Timo Ulrichs,

Vizepräsident des Koch-Metschnikow-Forums und Leiter der Tuberkulosesektion

Tel.: +49 160-99432439

timo.ulrichs@akkon-hochschule.de

 

 

23.-25.10.2017, St. Petersburg: VI. Kongress des Russischen Nationalen Verbandes für Lungenheilkunde


4.-7.10.2017, Vilnius: Zweites Gipfeltreffen m.S. Übertragbare Erkrankungen